“Werkstatt vor Ort“ Ein Berufsorientierungsprojekt für SchülerInnen im ländlichen Raum
Das Mikroprojekt Werkstatt vor Ort wurde von der Fa. Herbrig & Co. GmbH entwickelt und vom regionalen Koordinierungskreis unter Leitung des Jugendamtes Pirna im Programm Stärken vor Ort zur Förderung ausgewählt.
Ziel des Projektes ist es, dass Schüler/Innen im ländlichen Raum als ergänzende und vertiefende Berufsorientierung erste praktische Erfahrungen in drei Berufsfeldern sammeln: METALL, HOLZ und ALTENPFLEGE. Das Projekt wird mit und in den Mittelschulen Geising, Bad Gottleuba, Königstein und voraussichtlich Schmiedeberg und Dippoldiswalde noch in 2009 umgesetzt. Dabei werden insgesamt ca. 150 Jugendliche der Klassenstufe 8 einbezogen.
Berufsausbilder der drei Berufsgruppen kommen mit einer mobilen Werkstatt aus dem Koffer in die Schule und führen Kurse in Kleingruppen durch.Im Ergebnis sind die Jugendlichen in der Lage, eine fundiertere Berufswahl bei Kenntnis realitätsnaher Situationen und Tätigkeiten für unterschiedliche Berufsfelder zu treffen. Gleichzeitig werden Ausbildungsalternativen erlebbar, die nicht dem aktuellen „Wunschberuf“ entsprechen. Im mehrstündigen bis eintägigen Kursen erhält jeder Schüler Gelegenheit, sich in drei Berufsfeldern auszuprobieren. Kleine Erfolgserlebnisse und die praktische Anwendung von Schulwissen sollen die Lernmotivation fördern sowie das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeit stärken.
So kann es sein, dass mancher plötzlich besondere Talente entdeckt, die bisher mangels Gelegenheit unerkannt blieben. Andere müssen möglicherweise ihre Selbsteinschätzung korrigieren. Bis zur Bewerbung bleibt dann noch Zeit, in der Schule „eine Schippe zuzulegen“ oder sich bei der Berufswahl rechtzeitig umzuorientieren.
Im Projekt werden die vorhandenen Werkräume an den Schulen genutzt. Alle Arbeitsmaterialien, Werkzeuge und Anleitungen für berufstypische Tätigkeiten werden mitgebracht und stehen künftig auf Abruf für weitere Schulen bzw. Termine im Landkreis zur Verfügung.
Die wichtigsten Vorteile für die Schulen mitzuwirken sind: Einfache Organisation aus einer Hand, Praxiskurse für drei Berufsbilder direkt an der Schule, Reisezeit und -kosten entfallen, direkter Kontakt zu Anbietern von Praktikums- und Ausbildungsplätzen, Kombination mit Exkursionen in Betriebe der Region, Vertiefung und Ergänzung der Fachlehrpläne. Nach Abschluss der Erprobung Ende 2009 stehen die mobilen Werkstätten und die Arbeitsmaterialien Interessenten in Absprache mit dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zur Nutzung zur Verfügung.
Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert. Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investition in die Humanressourcen.

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